Beziehungen fordern uns heraus – Teil 3 Innere Haltung – zentraler Erfolgsfaktor für Beziehungen

Beziehungen fordern uns heraus –  
Teil 3 Innere Haltung – zentraler
Erfolgsfaktor für Beziehungen

Innere Haltung - zentraler Erfolgsfaktor

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Dieser Artikel ist Teil der Serie
Beziehungen fordern uns heraus.

  • Wir haben uns im ersten Teil damit beschäftigt, welche Herausforderung
    die Kommunikation in Beziehungen an uns stellt.
  • Im zweiten Teil woran es liegt, dass wohlwollende Worte und ein freundlicher Tonfall nur bedingt wirken.
    Heute im
  • dritten Teil geht es um die Innere Haltung, der tragenden Rolle, die ihr in der Gestaltung erfolgreicher Beziehungen zukommt und den Bedürfnissen, die die Basis bilden.

Die innere Haltung ist der zentrale Erfolgsfaktor für den Aufbau einer wertschätzenden, bereichernden Beziehung – zu sich selbst und zu anderen. Mit ihr steht und fällt die Qualität des Dialogs nach innen und nach außen.

Selbstbild und Weltbild

In der inneren Haltung spiegeln sich das Selbst- und Weltbild und die persönlichen Werte wider. „Wofür stehe ich? Was zeichnet mich aus? Was motiviert mich?

Stimmen innere Haltung und äußeres Handeln überein, wirkt der Mensch authentisch, lebendig, glaubwürdig, verbindlich, …; andernfalls unsicher, unglaubwürdig, nicht wirklich überzeugend.

Ohne sie wäre das Anwenden des 4-Schritte-Modells der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), nur mechanisch als Methode erkennbar – eben hohl und ohne Leben. Deshalb macht es keinen Sinn mit gezielter Kommunikation nur an den äußeren Faktoren zu schrauben.

Unsere Erfahrung in der Praxis mit der GFK bestätigt es immer wieder: ist die innere Haltung geprägt von Wertschätzung, Freiwilligkeit und Gleichwertigkeit, spiegelt sich diese nach und nach auch in der äußeren Haltung wider. Die Fähigkeit und Bereitschaft zur Kooperation und einer vertrauensvollen, wertschätzenden Verbindung im Miteinander entsteht.

Innere Haltung der GFK – Basis: Bedürfnisse

Die GFK basiert:

Innere Haltung der GFK

Quelle: Pixabay/echtstarkundfair.de

  • auf der Annahme:
    Alles was ein Mensch tut,
    dient dem Erfüllen eines
    Bedürfnisses!                        
  • und den 3 Säulen:
    Einfühlsamkeit, Freiwilligkeit,
    Gleichwertigkeit                            

 

Bedürfnisse sind der Motor jeden Handelns

Sie bilden die Basis in der GFK:

  • sind das, was alle Menschen auf der Welt verbindet,
  • sie sind positiv – pro Leben,
  • definieren sich meist durch ein Wort z. B. Spiel, Spaß, Sicherheit, Ordnung, Vertrauen, Gemeinschaft, Liebe, Annahme, Anerkennung, Selbstbestimmung, …
  • sind das, was wir brauchen, damit es uns gut geht – unsere Werte, Anliegen, Wünsche

Kennen Sie Aussagen, wie: „Er oder sie macht das absichtlich, um mich zu provozieren; … mich zu ärgern; … mich zu verletzen“.

Beziehen wir uns darauf, das alles was ein Mensch tut, dem Erfüllen eines Bedürfnisses dient, dann anerkennen wir im ersten Schritt: „Ah, da ist ein Mensch der sorgt gut für sich“, obgleich die angewandte Strategie unser Wohlbefinden negativ beeinflusst.

Allein diese Basis zu beherzigen bewirkt schon ein großes Umdenken und schafft inneren Frieden. Wir entfernen uns von unseren Urteilen und Interpretationen (absichtlich, gemein, hinterhältig, …), obwohl noch keine Lösung des Problems in Sicht ist.

z. B. die Aussage einer Mutter: „Mein Kind matscht absichtlich mit der Hand im Essen rum“ .
Was könnte das Bedürfnis des Kindes sein? Vielleicht: Spiel, sinnliche Wahrnehmung, Ordnung (Grenze austesten), Wohlbefinden, … Das sind alles Bedürfnisse die für die Entwicklung eines Kindes gesund sind. Über die Strategie lässt sich streiten.

Erleben Sie auch Konfliktsituationen, die sich immer wieder mal zeigen, so als würden sie sich in einer Umlaufbahn in ihrem Sonnensystem befinden und in wiederkehrenden Abständen ihren Weg kreuzen?

Halten Sie bei der nächsten Begegnung inne und fragen Sie sich, welche Bedürfnisse könnten dahinter stecken? Bei Ihnen selbst und bei Ihrem Gegenüber.

 

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  • Teil 1: Beziehungen fordern uns heraus

  • Teil 3: Innere Haltung – zentraler Erfolgsfaktor für Beziehungen

  • Teil 4: Einfühlsamkeit, Freiwilligkeit, Gleichwertigkeit

  • Teil 5: Unangenehmes ansprechen ohne zu werten

  • Teil 6: Gefühle zeigen den Weg zum Bedürfnis

  • Teil 7: Klarheit: wissen, was ich brauche

  • Teil 8: erfolgversprechende Strategien und Bitten

  • Teil 9: Fazit: GFK für alle Fälle

 

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