Wollen Sie Kommunikation die trennt oder verbindet?

An einem Strang ziehen.Kennen Sie das?
2 Menschen, 2 unterschiedliche Meinungen, Wünsche, Ziele –
entgegengesetze Richtungen, Streit und Ablehnung, bis hin zu Resignation.

Als ich mich mit der positiven Ausrichtung meiner Gedanken beschäftigte, war ich erstaunt, welche entscheidende Rolle die Sprache und der Gebrauch der einzelnen Wörter auf mich selbst haben. Wie mein innerer Dialog, mein äußeres Handeln bestimmte. Seitdem habe ich einen besonderen Zugang zur Kommunikation entdeckt – zum Sprechen und Zuhören – mir selbst und anderen gegenüber.

Ich habe die „Sprache des Herzens“, auch „Einfühlsame Kommunikation“ und „Gewaltfreie Kommunikation“ (GFK) genannt, nach Marshall B. Rosenberg kennen und lieben gelernt. Sie hilft mir, eine einfühlsame und wertschätzende Verbindung, zu mir selbst und zu anderen, zu pflegen. Durch sie erfahre ich mehr Frieden in mir und mit anderen.

Was uns hindert einfühlsam zu sein?

Moralisieren

Mit moralischen Urteilen, unterstellen wir anderen, dass sie unrecht haben, böse oder schlecht sind, wenn sie nicht das Tun, was wir als gut und richtig erachten.
Beispiele: „Du denkst immer nur an Dich“; „Sie ist schlampig und faul“; „Das kannst Du so nicht machen, das geht doch nicht“; „Du Idiot, fahr mir doch gleich hinten drauf“; …
Wenn wir so kommunizieren, haben wir unseren Focus darauf gerichtet, was mit dem anderen nicht stimmt. Wir erhöhen uns und erniedrigen gleichzeitig den anderen. Diese Form der Kommunikation erzeugt beim Gegenüber Abwehr und Widerstand oder der andere handelt, so wie wir es wünschen, aus Angst, Schuldgefühl, Scham …

Dabei wollen wir doch im Grunde, wenn gleich auf tragische, leidvolle Weise, unsere eigenen Werte und Bedürfnisse miteinander teilen und leben. 
Werte wie: Gemeinschaft, Ordnung, Schönheit, Sicherheit …

Vergleichen

Sich mit jemandem zu vergleichen ist eine andere Form der Verurteilung. Das Denken in Vergleichen, ist häufig anzutreffen bei der Selbstverurteilung. Der Selbstwert und das Selbstvertrauen sinkt, weil, wenn man/frau nur lange genug sucht, es im Leben jemanden geben wird, der schöner, schlanker,  intelligenter, reicher … ist, als man/frau selbst es ist.

Vergleichen lenkt ab von sich selbst und verhindert das Einfühlen in sich selbst.
Jeder Mensch ist wertvoll, kann etwas gut  — ist gut genug, so wie er ist!

Verantwortung abgeben

Sich verstecken, hinter der Aussage: „Es gibt Dinge im Leben, die muss ich tun, ob ich will oder nicht.“ Diese Form der Sprache verschleiert die Verantwortung nur. Sie entbindet niemanden, die volle Verantwortung für die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen zu übernehmen.

Entscheiden wir uns doch für eine Sprache, die  Wahlmöglichkeiten unterstützt, die GFK. Ich denke da an viele Arbeitnehmer, die innerlich gekündigt haben und ein großes Maß an Lebensenergie in den Widerwillen ihrer Tätigkeit stecken, sich zu überlegen, welches Bedürfnis sie sich durch diesen Job erfüllen.
Z. B. „Ich entscheide mich, diesen Job zu machen, weil mir Sicherheit oder Nähe … wichtig ist.“ Das befriedet und lenkt die Lebensenergie in andere Bahnen.

 Fordern statt bitten

Ob die Kommunikation einfühlsam oder gewaltvoll ist, erkennt man daran, wenn auf eine Bitte eine Ablehnung folgt. Wie ist die Reaktion darauf?
Bin ich beleidigt, fange ich an zu drohen, strafen … oder sage ich:
„Danke, dass du so ehrlich bist und mir sagst, dass du jetzt keinen Bock drauf hast meiner Bitte zu entsprechen (z. B. mich im Haushalt zu unterstützen). Magst Du mir sagen, zu was Du ja sagst, wenn Du Nein sagst?  …

… hier beginnt der sog. „Giraffentanz“. Wir fühlen uns ein in den anderen, wertschätzen seine Gefühle und Bedürfnisse und treten in Dialog. Gleichzeitig haben wir unsere Gefühle und Bedürfnisse im Auge und finden Lösungen, der beide Parteien von Herzen zustimmen können.

Die gute Nachricht ist: Es verbindet uns mehr, als uns trennt!

Der Mensch ist von Natur aus einfühlsam. Er will mit seinen Handlungen gut für sich sorgen, indem er sich seine Bedürfnisse erfüllt. Diese sind universell und unabhängig von Zeit und Raum, sie verbinden alle Menschen auf der ganzen Welt. Alle kennen das Bedürfnis nach: Gemeinschaft, Anerkennung, Autonomie, Wirksamkeit, Ruhe, Effektivität, Liebe, Nähe, Sicherheit, Spiel, Spaß, Balance, Entspannung, Selbstausdruck, u.v.m.

Empathie verändert die Welt und beginnt mit dem ersten Schritt …
tauchen Sie ein, in die Welt von Wolf & Giraffe, schenken Sie sich und anderen mehr Frieden, Empathie und Verständnis.